Die Gustorfer Jägerfahne wird 2026 hundert Jahre alt. Zum Jubiläum wurde die historische Fahne in der Abtei Mariendonk in Grefrath restauriert. Sponsoren, Spender und Verkaufsaktionen halfen, die aufwendigen Arbeiten zu ermöglichen.
Schwester Petra und ihr Team kümmerten sich in Mariendonk um die Restaurierung. Die Festschrift dankt außerdem Jägermajor Marcel Krahwinkel, Heinz Herwagen, Marcel Gehlen sowie den weiteren Sponsoren und Unterstützern. Neben der Jägerfahne wurden auch die beiden Regimentsfahnen und die Gründungsfahne des BSV restauriert.
Eine Fahne mit wechselnden Trägern
Wer die Fahne heute im Umzug sieht, kennt meist ihre jetzigen Träger. Ihre Geschichte reicht aber durch mehrere Züge. Zeitweise wurde die Jägerfahne sogar vom 11. Grenadierzug „Em Putes“ getragen. Der langjährige Fahnenträger Peter Meuter hatte nach dem Erringen der Schützenkönigswürde diesen Zug als Königszug gewählt.
Später übernahmen Mitglieder des 5. Jägerzuges die Fahne. Anfang der 2000er-Jahre ging die Aufgabe an Kameraden des 9. Jägerzuges „Wilddieb“ über. Aus diesem Umfeld entwickelte sich eine eigenständige Gemeinschaft: die heutige „Jägerfahne 2010“.
Die heutige Fahnenfamilie
Oliver Kahnt führt die Zuggemeinschaft, Bernd Franzen ist sein Stellvertreter. Gemeinsam mit ihren Kameraden begleiten sie die Fahne durch Gustorf. Das hundertjährige Jubiläum gilt der Fahne von 1926; die heutige Zuggemeinschaft ist deutlich jünger. Beides gehört zu ihrer Geschichte.
Mit der Restaurierung ist im Jubiläumsjahr ein Stück Corpsgeschichte erhalten worden. Das Marienmotiv und die Jahreszahl 1926 sind auf dem historischen Tuch wieder gut zu erkennen. Hinter diesem Ergebnis stehen die Arbeit der Restauratorinnen und die Unterstützung vieler Menschen im und um den BSV.
Die Zuggemeinschaft „Jägerfahne 2010“ kennenlernen
Bild und Textgrundlage: BSV-Festschrift 2026, Seiten 267–269; ergänzend der BSV-Bericht zur Fahnenrestaurierung.